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STRATO MONITOR


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Heute nahm der Vorstandsvorsitzende der TELES AG, also des Mutterkonzerns der STRATO AG, das erste Mal zu dieser - mittlerweile drei Monate dauernden - Affäre Stellung zu den Problemen (und den Mund auch prompt zu voll):

Nachdem selbst meine persönlichen und in den angekündigten möglichen Folgerungen unmißverständlichen Aufforderungen an XLINK [...] nichts halfen wandte ich mich an den CEO der KPNQwest in Amsterdam, also an den Vorstandsvorsitzenden der Muttergesellschaft von XLINK. Innerhalb von Minuten wurden von dort unzulängliche Konfigurierungen bei XLINK beseitigt und eine spezielle STRATO Task Force eingerichtet, um XLINK-Mängel nicht nur möglichst umgehend zu beseitigen sondern sie in Zukunft auch unmöglich zu machen. Die ersten Folgen unseres Durchgriffs auf KPNQwest haben Sie bereits festgestellt: Die Dienstgüten sind durchgängig wieder hervorragend - abgesehen von kleineren Störungen, die wegen der beiden Umzüge bei XLINK [...] leider nicht ganz vermieden werden können.
Prof. Dr.-Ing. Sigram Schindler
Chief executive officer, Teles AG
(15.12.1999)

Die Aussagen zur Dienstgüte waren mittels Performance-Messung so nicht verifizierbar. Im Gegenteil: 750 erhobene von 1440 möglichen Meßpunkten sind gerade noch etwas mehr als die Hälfte. Selbst wenn man noch die 313 Timeouts mit hinein nimmt, bleiben rund 400 Anforderungen übrig, die ins elektronische Nirvana eingegangen sind. Ob bei Xlink oder auf dem STRATO-Server ist dabei unerheblich, denn die Verträge sind mit STRATO und nicht Xlink geschlossen.

Zumindest ein wenig Licht konnte Herr Krandick (Technischer Direktor bei STRATO) dann um 20:48 Uhr in die Sache bringen: Nicht an STRATO oder Xlink liegt es, sondern an Sun Microsystems: "fehlerhafte Systemeinstellungen der neuen E6500" seien der Grund für die Ausfälle und ein internationales Techniker Team von Xlink und Sun arbeite "mit Hochdruck an der Lösung". Nun, niemand hat behauptet, der gesamte Server sei "hot-pluggable" ... und so heißt es nun erstmal wieder: Abwarten.

Gut informierte Quellen aus Karlsruhe bestätigten jedenfalls, daß der eilends gefundene Workaround erstmal funktioniere und man hoffe, daß das so bleibe.

Für die CGI-Spezialisten: Die Skripte laufen aufgrund der Überlastung der Server langsam. Es scheint hauptsächlich am massenweisen Einsatz schlecht programmierter "Fertig-Skripte" zu liegen (ads.pl und dcboard). Vielleicht sollte STRATO mal überlegen, in der CGI-Bibliothek bessere (und vor allem auch layouttechnisch anpaßbare) Alternativen anzubieten?

Folgende Antwortzeiten ergeben sich für die einzelnen URLs:

angef. Seite   Minimum   Durchschnitt   Maximum
HTML (Site)0,15 (0,16)3,56 (2,77)57,10 (47,56)
CGI (Site)0,20 (0,20)8,67 (6,52)187,32 (225,88)
STRATO0,15 (0,15)2,82 (0,59)58,04 (90,35)

Alle Angaben in Sekunden, Werte vom Vortag in Klammern

 

In allen folgenden Diagrammen ist die Zeit in Sekunden bis zur vollständigen Ankunft der HTML-Daten vom Kundenserver auf dem Monitor-Rechner gegen die Uhrzeit aufgetragen. Die Skalierungen liegt einheitlich bei 10 Sekunden.

Für die statische HTML Seite von Kundenserver:

Statische HTML Seite von Kundenserver

Für die Webseite von STRATO:

Statische HTML Seite von STRATO

Für die CGI-generierte Seite auf dem Kundenserver:

Dynamisch per CGI generierte Seite


Cornelius R. Bartke